Portrait

 

Was will der SSIP?

Politik der internationalen Verständigung

Der Sozialwissenschaftliche Studienkreis für interkulturelle Perspektiven (SSIP) e.V. widmet sich seit seiner Gründung sozio-kulturellen Problemen der internationalen und innergesellschaftlichen Verständigung. Die Personen, die sich dazu im Jahre 1959 zusammentaten, kamen aus Politik und Wissenschaft und betrachteten als vordringliche Aufgaben:

  • Die Förderung aller Bestrebungen zur europäischen Einigung,
  • Die Bearbeitung der Nord-Süd-Problematik,
  • Die Lösung von Problemen interkulturellen Handelns.

Diese Tradition ist für den SSIP nach wie vor leitend. Auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte tritt er für Gewaltlosigkeit, individuelle Freiheit, soziale Gerechtigkeit und globale Verantwortung ein.

Gemeinsames Haus Europa

Die Ziele, in deren Sinne der SSIP heute tätig ist, ergeben sich aus den aktuellen globalen Veränderungen. Der Ausbau des gemeinsamen Hauses Europa erfordert die kulturelle Einbeziehung der Gesellschaften Ost- und Ostmitteleuropas. Die Abarbeitung der Gegensätze zwischen den westlichen Industrieländern und den Ländern der Dritten Welt erfordert z.B. eine neue Wahrnehmung des Islam, der für die Identität Europas seit dem Mittelalter von erheblicher Bedeutung ist, in seinen vielfältigen Ausprägungen. Alle diese Herausforderungen verlangen einen Wandel von Einstellungen und systematische Übersetzungsleistungen zwischen Kulturen und Zivilisationen.

Austausch zwischen den Kulturen

Der SSIP unterstützt den Austausch zwischen den Kulturen und den interkulturellen Dialog und will auf diesem Wege zum Abbau von Feindbildern nicht nur zwischen Nationen, sondern  auch innerhalb multikultureller Gesellschaften beitragen. Essentialistisch verengte Kollektivbegriffe von Identität sind diesen Zielen abträglich und können fragwürdigen Ethnisierungen Vorschub leisten. Die Arbeit des SSIP beruht auf der Einsicht, daß sich interkulturelle Beziehungen aus fließenden Identifizierungsprozessen ergeben, in denen sich Mentalitäten bilden und verändern und Identität kollektiv konstruiert, geltend gemacht und umgedeutet wird.

 

Wie arbeitet der SSIP ?

Vermittlung von Expertenwissen

Problembezogenheit und Anwendungsorientierung waren dem SSIP seit jeher vordringlich. Der Sozialwissenschaftliche Studienkreis für interkulturelle Perspektiven e.V. versteht sich in erster Linie als ein Netzwerk zur Vermittlung von Expertenwissen und stellt ein Forum für den interdisziplinären Austausch zur Verfügung. Die Themen, auf die sich der SSIP konzentriert, sind:

  • Politik der interkulturellen Kommunikation
  • Global politics und global economics (im Sinne von Entwicklungspolitik und nachhaltiger Wirtschaft)
  • Migration und Ausländerpolitik
  • Interkulturelle Bildung, interkulturelles Lernen, interkulturelles Training
  • Austauschforschung.

Forum

Seine Funktion als "clearing house" nimmt der SSIP auf drei Wegen wahr.

  • Seit seiner Gründung gibt er unter dem Titel "SSIP-Mitteilungen" einen newsletter heraus, der auch im elektronischen Versand angeboten wird. Dieser informiert die Mitglieder über Akteure, Ereignisse und Veröffentlichungen in der Politik der internationalen Verständigung und der Pädagogik interkulturellen Handelns.
  • Zweitens veranstaltet der SSIP Fachtagungen, auf denen Experten die Gelegenheit erhalten, sich mit einer bestimmten Thematik auseinanderzusetzen.
  • Drittens bietet der SSIP mit seiner Reihe "Beiträge zur sozialwissenschaftlichen Analyse interkultureller Beziehungen" ein Podium für die Veröffentlichung vorwärtsweisender Studien zu dieser Thematik.

Die moderne Welt

Die moderne Welt ist geprägt von Konflikten. Hier eröffnet sich dem SSIP ein weites Feld, um

Anstöße aus der Öffentlichkeit aufzunehmen,
Ergebnisse der Forschung publik zu machen,
Problembewußtsein zu stärken,
Impulse weiterzugeben,
und mit Informationen hineinzuwirken

in Schule, Medien und Öffentlichkeit.

Der SSIP ist als gemeinnütziger Verein anerkannt.

 

Wer ist Mitglied im SSIP?

Forschung, Wirtschaft, Unterricht

Der Sozialwissenschaftliche Studienkreis für interkulturelle Perspektiven e.V. ist ein Forum zur gegenseitigen Information und zur Entwicklung von Initiativen

  • für Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, z.B. aus Soziologie, Ethnologie, Anthropologie, Geschichte und Geographie, Pädagogik, Psychologie und Sozialpsychologie, denen an interdisziplinärer Orientierung gelegen ist,
  • für Praktiker, seien sie in der Wissenschaft, der Verwaltung, in Wirtschaft, Politik, Bildungs- und Kulturarbeit, abhängig oder selbständig tätig.
  • Mitglieder sind sowohl einzelne Expertinnen und Experten als auch Organisationen, die sich der interkulturellen Kommunikation und dem Kulturaustausch widmen.