Made with MAGIX Portrait                                                       © by SSIP e.V. Der SSIP Der SSIP wurde als "Sozialwissenschaftlicher Studienkreis für Internationale Probleme" 1959 gegründet und   1962 in Bonn ins Vereinsregister eingetragen. Einen wesentlichen Anstoß zur Gründung gab der damalige Geschäftsführer der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zu den Gründern bzw. ersten Mitgliedern gehörten Soziologen, Politologen, Ethnologen, Psychologen - z.B. Richard Behrendt, Arnold Bergstraesser, Curt Bondy, Winfried Böll, Ernst E. Bösch, Georg Eckert, Peter R. Hofstätter, Gerhard Kleining, Wilhelm E. Mühlmann, Hans Weiler, Hans   Wilbrandt. Die Gründungsväter - es gab nur wenige Frauen wie z.B. Dagmar Gräfin von Bernstorff, Gilda Mara (UNESCO) und Angela von Molnos - waren sich zudem im "Kampf gegen Feindbilder" einig.  Auf seiner Mitgliederversammlung im Februar 2007 hat sich der SSIP einen neuen Namen gegeben:   Sozialwissenschaftlicher Studienkreis für interkulturelle Perspektiven. Dieser Name trifft genauer, was der SSIP   seit seiner Gründung als seine Philosophie betrachtet hat. Der SSIP hat nie die klassische Außenpolitik im Blick gehabt. Vielmehr gehörte er zu den ersten NGOs -   Nichtregierungsorganisationen - der Bundesrepublik, die die Entwicklungspolitik als einen notwendigen Bestandteil der auswärtigen Politik ins Gespräch brachten. Einer der Gründer des SSIP, Winfried Böll, der zeitgleich am Aufbau des BMZ beteiligt war, prägte schon damals den Begriff der "Weltinnenpolitik". Damit sollte   etwas ausgedrückt werden, was heutzutage manchmal mit der Formel "Eine Welt" gemeint wird und was   inzwischen als "globale Verflechtung" in aller Munde ist: die gegenseitige Abhängigkeit zwischen den westlichen   Industriestaaten und den Staaten der damals so genannten "Dritten Welt". Dieter Danckwortt und der Soziologe Richard F. Behrendt betonten, dass die Entwicklungszusammenarbeit keine Einbahnstraße ist. Das wird heutzutage auch mit der Formel "auf gleicher Augenhöhe" ausgedrückt: Der Wissenstransfer geht nicht nur vom Norden in den Süden, sondern die alten Industrieländer des "Westens" können auch von den nicht-westlichen Gesellschaften lernen. Diese Ziele - Publizität für eine faire und solidarische Entwicklungszusammenarbeit und   "Kampf gegen Feindbilder" -verfolgten die Mitglieder des SSIP viele Jahrzehnte durch   eine Vielzahl von Forschungsarbeiten (z. B. in den Reihen des Verlages Breitenbach publishers Saarbrücken / Fort Lauderdale). Nach den Vorstellungen der Gründer sollte der SSIP Perspektiven setzen, sollten sich die Mitglieder des SSIP vernachlässigten Fragen der Entwicklungspolitik, des   interkulturellen Dialogs und des Weltfriedens zuwenden durch solide empirische Arbeit. Im Verlag Breitenbach erschienen in den 1970er und 80er Jahren tatsächlich, noch heute lesenswert, zahlreiche Untersuchungen über Entwicklungsfragen; viele davon betrafen Afrika. Heute hat der SSIP eine wissenschaftliche Reihe beim Weißensee-Verlag in Berlin: "Perspektivenwechsel   Interkulturell". Im November 1959 kam bereits die erste Nummer der "SSIP-Mitteilungen" als regelmäßiges Informationsorgan   für die SSIP-Mitglieder heraus. Seitdem versucht der SSIP, durch dieses Medium bundesweit das Bewusstein für   die Normalität des Fremden zu stärken und auf diese Weise den interkulturellen Kontakt zu einer Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Ein bundesweiter Veranstaltungskalender ist Teil eines jeden Quartalsheftes der Mitteilungen. Für den SSIP ist "Kultur" ein Konzept des Alltags. Damit steht er nicht allein. Darüberhinaus glaubt der SSIP nicht   an "Kultur" als ein auf lange Dauer festgefügtes Ausstattungselement von Gesellschaften. Kultur ist mehr ein Konzept der Differenz als der Substanz. Mit "Kultur" sprechen wir meistens über Differenz. Die Vorstellung, dass   Menschen eine Kultur "haben", ist schon dazu angetan, in die Irre zu führen. Richtiger wäre es zu sagen, dass Praktiken, Objekte, Ideologien immer auch eine kulturelle Dimension haben. Kultur ist eine unaufhörliche Praxis,   die Distinktionen hervorbringt. So trägt Differenz nicht unwesentlich zu den Identitätskonstruktionen, um die soziale Gruppen sich bemühen, bei. Dieses theoretische Modell bemüht sich der SSIP mit Inhalten zu füllen. In dieser Richtung will der SSIP die   Diskussion unter Fachleuten, mit praktisch ausführenden Entscheidern und in der Öffentlichkeit stärken. Helfen Sie uns dabei! Der SSIP e.V. ist als gemeinnütziger Verein anerkannt und eingetragen.